Myzelium PSV Prüfungstrainer

Baumkunde

Baumarten sicher lesen, Standorte deuten und Pilzpartner schneller einordnen.

Die Baumkunde hilft dir, Leitbäume sicher zu erkennen, Standorte besser zu deuten und typische Pilzpartner schneller einzuordnen.

Leitbäume

14

Klassische Pilzbegleiter für die Geländeansprache und typische Mykorrhiza-Räume.

Pilzpartner

65

Verbindungen zu typischen Pilzarten – aus den Detailblättern verlinkt und im Quiz abgefragt.

Leitbäume Archiv

Die wichtigsten Baumarten für die Pilzkunde

Die Karten führen direkt zu den Baumprofilen. Weitere Leitbäume sind darunter kompakt gesammelt.

Rotbuche – Ganzbild

Rotbuche

Fagus sylvatica

Glatte graue Rinde, ovale ganzrandige Blätter und dreikantige Bucheckern.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Stieleiche – Ganzbild

Stieleiche

Quercus robur

Gelappte Blätter mit kurzem Blattstiel, lang gestielte Eicheln und tief rissige Borke.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Traubeneiche – Ganzbild

Traubeneiche

Quercus petraea

Gelappte Blätter, aber längerer Blattstiel und fast sitzende Eicheln in kleinen Trauben.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Hängebirke – Ganzbild

Hängebirke

Betula pendula

Weiße bis schwarz gezeichnete Rinde, dreieckige Blätter und hängende Zweige.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Moorbirke – Ganzbild

Moorbirke

Betula pubescens

Weiße Rinde wie bei der Birke, aber eher auf nassen Standorten und mit weich behaarten jungen Trieben.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Gemeine Fichte – Ganzbild

Gemeine Fichte

Picea abies

Stechende vierkantige Nadeln, hängende Zapfen und rotbraune schuppige Borke.

Nadelbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Waldkiefer – Ganzbild

Waldkiefer

Pinus sylvestris

Lange blaugrüne Nadeln paarweise, orangefarbene obere Borke und kleine Kiefernzapfen.

Nadelbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Weißtanne – Ganzbild

Weißtanne

Abies alba

Flache weiche Nadeln mit zwei hellen Streifen unten und aufrecht stehende Zapfen.

Nadelbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Europäische Lärche – Ganzbild

Europäische Lärche

Larix decidua

Weiche Nadeln in Büscheln, kleine rosenartige Zapfen und sommergrüner Nadelbaum.

Nadelbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Schwarzerle – Ganzbild

Schwarzerle

Alnus glutinosa

Runde bis vorn oft abgestutzte Blätter und kleine holzige „Erlenzapfen“.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Grauerle – Ganzbild

Grauerle

Alnus incana

Graue glattere Rinde, zugespitztere Blätter und typisch an Bachufern oder in kühlen Lagen.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Zitterpappel – Ganzbild

Zitterpappel

Populus tremula

Runde Blätter mit abgeflachtem Stiel, die schon bei leichtem Wind zittern.

Laubbaum Dual oder fakultativ
Zum Baumprofil
Hainbuche – Ganzbild

Hainbuche

Carpinus betulus

Doppelt gesägte Blätter, deutlich gerippter Stamm und hopfenartige Fruchtstände.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil
Hasel – Ganzbild

Hasel

Corylus avellana

Runde weich behaarte Blätter, gelbe Kätzchen und Nüsse mit Hüllblatt.

Laubbaum Ektomykorrhiza
Zum Baumprofil

Baumprofile

Wichtige Merkmale auf einen Blick

Hier siehst du pro Baum das Ganzbild, Blatt oder Nadeln, Frucht oder Zapfen und die typische Stamm- beziehungsweise Rindenstruktur.

Laubbaum

Rotbuche

Fagus sylvatica

Merkhilfe

Glatte graue Rinde, ovale ganzrandige Blätter und dreikantige Bucheckern.

Rotbuche – Ganzbild
Ganzbild
Rotbuche – Blatt
Blatt
Rotbuche – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Rotbuche – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Frische bis mäßig trockene Laubwälder, oft auf basenreichen bis schwach sauren Böden.

Pilzpartnerschaft

Eine der wichtigsten heimischen Ektomykorrhiza-Baumarten und in mitteleuropäischen Buchenwäldern ein zentraler Pilzpartner.

Laubbaum

Stieleiche

Quercus robur

Merkhilfe

Gelappte Blätter mit kurzem Blattstiel, lang gestielte Eicheln und tief rissige Borke.

Stieleiche – Ganzbild
Ganzbild
Stieleiche – Blatt
Blatt
Stieleiche – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Stieleiche – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme
Laubbaum

Traubeneiche

Quercus petraea

Merkhilfe

Gelappte Blätter, aber längerer Blattstiel und fast sitzende Eicheln in kleinen Trauben.

Traubeneiche – Ganzbild
Ganzbild
Traubeneiche – Blatt
Blatt
Traubeneiche – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Traubeneiche – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Trockene bis frische Hanglagen, Mittelgebirge und eher saure bis silikatische Böden.

Pilzpartnerschaft

Wie die Stieleiche ein sehr wichtiger Mykorrhiza-Partner, besonders in bodensauren Eichenwäldern.

Laubbaum

Hängebirke

Betula pendula

Merkhilfe

Weiße bis schwarz gezeichnete Rinde, dreieckige Blätter und hängende Zweige.

Hängebirke – Ganzbild
Ganzbild
Hängebirke – Blatt
Blatt
Hängebirke – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Hängebirke – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Heiden, Moore, Rohböden, Waldränder und lichte Pionierstandorte.

Pilzpartnerschaft

Typischer Pionierbaum mit vielen birkengebundenen Röhrlingen, Milchlingen und Täublingen.

Laubbaum

Moorbirke

Betula pubescens

Merkhilfe

Weiße Rinde wie bei der Birke, aber eher auf nassen Standorten und mit weich behaarten jungen Trieben.

Moorbirke – Ganzbild
Ganzbild
Moorbirke – Blatt
Blatt
Moorbirke – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Moorbirke – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Moore, Bruchwälder, feuchte Heiden und saure nasse Böden.

Pilzpartnerschaft

Feuchteliebende Birkenart mit ähnlichem Pilzspektrum wie die Hängebirke, besonders in Moor- und Bruchwaldsituationen.

Nadelbaum

Gemeine Fichte

Picea abies

Merkhilfe

Stechende vierkantige Nadeln, hängende Zapfen und rotbraune schuppige Borke.

Gemeine Fichte – Ganzbild
Ganzbild
Gemeine Fichte – Blatt
Blatt
Gemeine Fichte – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Gemeine Fichte – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme
Nadelbaum

Waldkiefer

Pinus sylvestris

Merkhilfe

Lange blaugrüne Nadeln paarweise, orangefarbene obere Borke und kleine Kiefernzapfen.

Waldkiefer – Ganzbild
Ganzbild
Waldkiefer – Blatt
Blatt
Waldkiefer – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Waldkiefer – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme
Nadelbaum

Weißtanne

Abies alba

Merkhilfe

Flache weiche Nadeln mit zwei hellen Streifen unten und aufrecht stehende Zapfen.

Weißtanne – Ganzbild
Ganzbild
Weißtanne – Blatt
Blatt
Weißtanne – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Weißtanne – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Bergmischwälder, luftfeuchte Lagen und tiefgründige frische Standorte.

Pilzpartnerschaft

Wichtiger Mykorrhiza-Partner, besonders in süddeutschen Bergwäldern.

Nadelbaum

Europäische Lärche

Larix decidua

Merkhilfe

Weiche Nadeln in Büscheln, kleine rosenartige Zapfen und sommergrüner Nadelbaum.

Europäische Lärche – Ganzbild
Ganzbild
Europäische Lärche – Blatt
Blatt
Europäische Lärche – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Europäische Lärche – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Gebirgsräume, Parks und forstliche Mischbestände, gern sonnig und luftdurchlässig.

Pilzpartnerschaft

Typischer Partner für lärchengebundene Röhrlinge und Reizker.

Laubbaum

Schwarzerle

Alnus glutinosa

Merkhilfe

Runde bis vorn oft abgestutzte Blätter und kleine holzige „Erlenzapfen“.

Schwarzerle – Ganzbild
Ganzbild
Schwarzerle – Blatt
Blatt
Schwarzerle – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Schwarzerle – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Bäche, Gräben, Auen, Bruchwälder und nasse bis wechselfeuchte Böden.

Pilzpartnerschaft

Erlen verbinden ihre bekannte Stickstoffbindung mit einer eigenen Ektomykorrhiza-Flora; an etwas trockeneren Erlenstandorten werden typische Erlenpilze schnell sehr markant.

Laubbaum

Grauerle

Alnus incana

Merkhilfe

Graue glattere Rinde, zugespitztere Blätter und typisch an Bachufern oder in kühlen Lagen.

Grauerle – Ganzbild
Ganzbild
Grauerle – Blatt
Blatt
Grauerle – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Grauerle – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Bach- und Flussufer, Schotterflächen, kühle Lagen und Gebirgsvorland.

Pilzpartnerschaft

Kühle, feuchte Grauerlen-Standorte tragen wie die Schwarzerle eine eigene Erlenflora mit ektomykorrhizalen und holzbewohnenden Spezialisten.

Laubbaum

Zitterpappel

Populus tremula

Merkhilfe

Runde Blätter mit abgeflachtem Stiel, die schon bei leichtem Wind zittern.

Zitterpappel – Ganzbild
Ganzbild
Zitterpappel – Blatt
Blatt
Zitterpappel – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Zitterpappel – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Waldränder, Kahlschläge, Pionierflächen und lichte Mischwälder.

Pilzpartnerschaft

Pappeln sind mykorrhizal vielseitig und im Gelände besonders stark, weil sie sowohl typische Rauhfüße und Milchlinge als auch klassische Morchelstandorte anzeigen können.

Laubbaum

Hainbuche

Carpinus betulus

Merkhilfe

Doppelt gesägte Blätter, deutlich gerippter Stamm und hopfenartige Fruchtstände.

Hainbuche – Ganzbild
Ganzbild
Hainbuche – Blatt
Blatt
Hainbuche – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Hainbuche – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Eichen-Hainbuchenwälder, Hecken, Waldränder und frische nährstoffreiche Böden.

Pilzpartnerschaft

Die Hainbuche ist ein ektomykorrhizaler Mischwaldpartner und taucht auch in Studien zur EM-Diversität regelmäßig neben Buche, Birke und Linde auf.

Laubbaum

Hasel

Corylus avellana

Merkhilfe

Runde weich behaarte Blätter, gelbe Kätzchen und Nüsse mit Hüllblatt.

Hasel – Ganzbild
Ganzbild
Hasel – Blatt
Blatt
Hasel – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Hasel – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Waldränder, Hecken, Gebüsche und frische, eher nährstoffreiche Böden.

Pilzpartnerschaft

Hasel ist ein echter ektomykorrhizaler Partner; besonders deutlich wird das an haselgebundenen Milchlingen und an ihrer Rolle als klassischer Trüffel-Wirt.

Erweiterte Partner

Auwald-, Morchel- und Sonderstandorte im Detail

Diese Baumarten sind oft keine klassischen Steinpilz-Leitbäume, aber für Morcheln, Auen, Schluchtwälder und besondere Mykorrhiza-Räume fachlich sehr wichtig. Springe direkt zur gewünschten Art:

Laubbaum Arbuskuläre Mykorrhiza

Bergahorn

Acer pseudoplatanus

Merkhilfe

Große gegenständige, ahornartige Blätter und paarige Flügelfrüchte in stumpfem Winkel.

Bergahorn – Ganzbild
Ganzbild
Bergahorn – Blatt
Blatt
Bergahorn – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Bergahorn – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Schluchtwälder, Bergmischwälder, frische Hanglagen und Parks.

Pilzpartnerschaft

Der Bergahorn ist vor allem arbuskulär mykorrhiziert und damit kein typischer Röhrlings-Leitbaum; in der Pilzkunde ist er wichtiger als Standortbaum und Holzsubstrat.

Laubbaum Arbuskuläre Mykorrhiza

Spitzahorn

Acer platanoides

Merkhilfe

Fünflappige Blätter mit lang ausgezogenen Spitzen und gelbgrüne Blüten vor dem Laubaustrieb.

Spitzahorn – Ganzbild
Ganzbild
Spitzahorn – Blatt
Blatt
Spitzahorn – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Spitzahorn – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Mischwälder, Stadtgrün, Waldränder und nährstoffreiche frische Böden.

Pilzpartnerschaft

Spitzahorn ist als häufiger Stadt- und Waldbaum wichtig, aber mykologisch eher ein AM-Standortbaum als ein klassischer Röhrlings- oder Täublingswirt.

Laubbaum Arbuskuläre Mykorrhiza

Feldahorn

Acer campestre

Merkhilfe

Kleiner Ahorn mit stumpferen Lappen, oft korkigen Zweigen und kleinen paarigen Flügelfrüchten.

Feldahorn – Ganzbild
Ganzbild
Feldahorn – Blatt
Blatt
Feldahorn – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Feldahorn – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Hecken, Säume, lichte Laubwälder und wärmere kalkreiche Standorte.

Pilzpartnerschaft

Der Feldahorn ist vor allem für Säume, Hecken und warme Kalkstandorte wichtig; seine Pilzbeziehungen sind eher standortbezogen als durch einen einzelnen Leitpilz definiert.

Laubbaum Arbuskuläre Mykorrhiza

Gemeine Esche

Fraxinus excelsior

Merkhilfe

Gegenständige gefiederte Blätter und schwarze Knospen.

Gemeine Esche – Ganzbild
Ganzbild
Gemeine Esche – Blatt
Blatt
Gemeine Esche – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Gemeine Esche – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Auwälder, frische Laubwälder, Hänge und nährstoffreiche Böden.

Pilzpartnerschaft

Die Esche bildet arbuskuläre Mykorrhiza und ist deshalb kein klassischer Steinpilzbaum. Für die Pilzkunde ist sie aber sehr wichtig, weil Morcheln und einige weitere Frühjahrsfunde regelmäßig an Eschenstandorten gesucht werden.

Laubbaum Dual oder fakultativ

Vogelbeere

Sorbus aucuparia

Merkhilfe

Gefiederte Blätter und auffällige orange bis rote Beerenstände.

Vogelbeere – Ganzbild
Ganzbild
Vogelbeere – Blatt
Blatt
Vogelbeere – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Vogelbeere – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Waldränder, Berglagen, Moore, Heiden und Pionierflächen.

Pilzpartnerschaft

Die Vogelbeere gilt überwiegend als AM-Baum, kann aber auch mit ektomykorrhizalen Pilzen auftreten. In der Praxis ist sie vor allem ein guter Zeiger für saure Berg- und Moorwaldräume.

Laubbaum Ektomykorrhiza

Winterlinde

Tilia cordata

Merkhilfe

Herzförmige kleine Blätter und kugelige Nüsschen an einem langen Flügelblatt.

Winterlinde – Ganzbild
Ganzbild
Winterlinde – Blatt
Blatt
Winterlinde – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Winterlinde – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Mischwälder, Hanglagen, Parks und nährstoffreiche frische Böden.

Pilzpartnerschaft

Linden sind stärker ektomykorrhizal, als man oft denkt. Gerade für Trüffel, einige Milchlinge und Mischwald-EM-Gemeinschaften sind sie relevante Partnerbäume.

Laubbaum Ektomykorrhiza

Sommerlinde

Tilia platyphyllos

Merkhilfe

Große herzförmige Blätter, oft deutlich behaarter als bei der Winterlinde, mit längeren Fruchtständen.

Sommerlinde – Ganzbild
Ganzbild
Sommerlinde – Blatt
Blatt
Sommerlinde – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Sommerlinde – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Schluchtwälder, Hanglagen, Parks und eher wärmere, nährstoffreiche Böden.

Pilzpartnerschaft

Wie die Winterlinde ist auch die Sommerlinde ein ektomykorrhizaler Laubbaum mit Mischwald- und Trüffelbezug, nicht nur ein allgemeiner Standortanzeiger.

Nadelbaum Arbuskuläre Mykorrhiza

Eibe

Taxus baccata

Merkhilfe

Weiche dunkelgrüne Nadeln und rote becherförmige Samenmäntel.

Eibe – Ganzbild
Ganzbild
Eibe – Blatt
Blatt
Eibe – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Eibe – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Schattige Schluchtwälder, Kalkstandorte, Parks und alte Gärten.

Pilzpartnerschaft

Die Eibe ist kein klassischer Speisepilz-Leitbaum, aber in alten Kalkwäldern ein wichtiger Sonderstandort mit eigener Bodenpilz- und Holzpilzflora.

Laubbaum Dual oder fakultativ

Salweide

Salix caprea

Merkhilfe

Früh blühende Weide mit großen silbrigen Kätzchen und breiten eiförmigen Blättern.

Salweide – Ganzbild
Ganzbild
Salweide – Blatt
Blatt
Salweide – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Salweide – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Waldränder, Schlagfluren, Pionierstandorte und feuchte bis frische Säume.

Pilzpartnerschaft

Weiden können sowohl arbuskuläre als auch ektomykorrhizale Partner tragen. Die Salweide ist deshalb spannend, weil sie frühe Morchelstandorte mit echten Weiden-EM-Pilzen verbindet.

Laubbaum Dual oder fakultativ

Silberweide

Salix alba

Merkhilfe

Schmale lanzettliche silbrig schimmernde Blätter und typischer Standort an Gewässern.

Silberweide – Ganzbild
Ganzbild
Silberweide – Blatt
Blatt
Silberweide – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Silberweide – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Auen, Flussufer, Gräben und feuchte Niederungen.

Pilzpartnerschaft

Die Silberweide ist ein typischer Uferbaum mit dualer Mykorrhiza und starker Bindung an Feucht- und Auenpilzräume; dazu kommen einige gut erkennbare Weidenpilze.

Laubbaum Dual oder fakultativ

Schwarzpappel

Populus nigra

Merkhilfe

Dreieckige glänzende Blätter, tief gefurchte dunkle Borke und typischer Auenstandort.

Schwarzpappel – Ganzbild
Ganzbild
Schwarzpappel – Blatt
Blatt
Schwarzpappel – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Schwarzpappel – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Auen großer Flüsse, wechselfeuchte Niederungen und kiesige Uferbereiche.

Pilzpartnerschaft

Pappeln gehören zu den Baumgruppen, unter denen Morcheln besonders häufig gesucht werden. Daneben haben sie eigene Pappel- und Auenbegleiter aus der Ektomykorrhiza.

Laubbaum Arbuskuläre Mykorrhiza

Bergulme

Ulmus glabra

Merkhilfe

Raue asymmetrische Blätter, oft sehr große Krone und rundliche Ulmenfrüchte.

Bergulme – Ganzbild
Ganzbild
Bergulme – Blatt
Blatt
Bergulme – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Bergulme – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Schluchtwälder, Hangwälder und nährstoffreiche frische bis feuchte Lagen.

Pilzpartnerschaft

Ulmen sind keine klassischen Röhrlingsbäume, aber für die Morchelsuche enorm relevant. Gerade an alten oder geschwächten Ulmen lohnt sich im Frühjahr besondere Aufmerksamkeit.

Laubbaum Arbuskuläre Mykorrhiza

Flatterulme

Ulmus laevis

Merkhilfe

Ulmenart der Auen mit lang gestielten flatternden Fruchtflügeln und oft Brettwurzeln.

Flatterulme – Ganzbild
Ganzbild
Flatterulme – Blatt
Blatt
Flatterulme – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Flatterulme – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Auen, feuchte Niederungen und grundwassernahe Laubwälder.

Pilzpartnerschaft

Die Flatterulme ist vor allem ein Auwald- und Frühjahrszeiger. Ihre stärkste pilzkundliche Relevanz liegt bei Morcheln und anderen Arten der feuchten, näherungsweise basenreichen Ulmenstandorte.

Nadelbaum Ektomykorrhiza

Douglasie

Pseudotsuga menziesii

Merkhilfe

Weiche, einzeln stehende Nadeln, die zerrieben nach Zitrus duften, spitze spindelförmige Knospen und hängende Zapfen mit dreispitzigen Deckschuppen.

Douglasie – Ganzbild
Ganzbild
Douglasie – Blatt
Blatt
Douglasie – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Douglasie – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Forstlich eingebrachter Nadelbaum aus dem westlichen Nordamerika; bevorzugt frische, gut durchlüftete Böden und wächst oft in Mischbeständen mit Buche oder Fichte.

Pilzpartnerschaft

Als eingeführte Baumart hat die Douglasie eine deutlich artenärmere Mykorrhiza-Gemeinschaft als heimische Nadelbäume. Ihr bekanntester Spezialist ist der ebenfalls aus Nordamerika stammende Douglasienröhrling; daneben treten anpassungsfähige Generalisten auf.

Laubbaum Ektomykorrhiza

Esskastanie

Castanea sativa

Merkhilfe

Lanzettliche, grob stachelspitzig gesägte glänzende Blätter, stachelige Fruchtbecher mit Maronen und im Alter spiralig gedrehte Rindenfurchen.

Esskastanie – Ganzbild
Ganzbild
Esskastanie – Blatt
Blatt
Esskastanie – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Esskastanie – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Wärmeliebende Art auf bodensauren, nährstoffarmen Standorten; in Deutschland vor allem in Weinbauklimaten wie Pfalz, Baden und an der Mosel verbreitet.

Pilzpartnerschaft

Die Esskastanie ist ein vollwertiger Ektomykorrhiza-Partner aus der Familie der Buchengewächse. In Edelkastanienhainen fruktifizieren viele Arten, die sonst an Eiche und Buche gebunden sind – von Steinpilzen über Pfifferlinge bis zu Täublingen und Milchlingen.

Laubbaum Ektomykorrhiza

Roteiche

Quercus rubra

Merkhilfe

Sehr große, spitz gelappte Blätter mit feinen Grannenspitzen, auffallend rote Herbstfärbung und glatte graue Rinde mit hellen Längsbahnen.

Roteiche – Ganzbild
Ganzbild
Roteiche – Blatt
Blatt
Roteiche – Frucht / Zapfen
Frucht / Zapfen
Roteiche – Stammnahaufnahme
Stammnahaufnahme

Habitat

Aus Nordamerika stammend und häufig forstlich angebaut, zudem beliebter Stadt- und Parkbaum; anspruchslos auf sandigen bis lehmigen Böden.

Pilzpartnerschaft

Wie die heimischen Eichen geht die Roteiche Ektomykorrhiza-Partnerschaften ein, ihre Pilzgemeinschaft ist aber etwas artenärmer. Viele Eichenbegleiter wie Eichenmilchling oder Steinpilz finden sich auch unter Roteichen.

Verwechslungsgefahr

Diese Baumpaare werden im Gelände verwechselt

Analog zum Doppelgänger-Trainer: zwei ähnliche Arten nebeneinander, dazu die Kerndifferenz, an der du sie sicher trennst.

Rotbuche: glatte, silbergraue Rinde und ganzrandige Blätter. Hainbuche: gewellter, „muskulöser" Stamm und doppelt gesägte Blätter.

Stieleiche: lang gestielte Eicheln, fast sitzende Blätter mit Öhrchen am Grund. Traubeneiche: sitzende, gebüschelte Eicheln und lang gestielte Blätter.

Stieleiche: rundlich gelappte Blätter ohne Spitzen. Roteiche: sehr große, spitz gelappte Blätter mit feinen Grannenspitzen und leuchtend roter Herbstfärbung.

Bergahorn: stumpf gesägte Blattlappen, kein Milchsaft, Fruchtflügel im rechten Winkel. Spitzahorn: lang zugespitzte Lappen, Milchsaft im Blattstiel, flach gespreizte Flügel.

Hängebirke: hängende Zweige, kahle, doppelt gesägte Blätter, warzige Jungtriebe. Moorbirke: aufrechtere Zweige, jung behaarte Blätter, feuchtere Standorte.

Winterlinde: kleinere, unterseits blaugrüne Blätter mit rostroten Achselbärten. Sommerlinde: größere, weich behaarte Blätter mit weißlichen Achselbärten.

Bergulme: sehr raue, fast sitzende Blätter, ungewimperte Früchte. Flatterulme: lang gestielte, am Rand bewimperte Früchte, oft Brettwurzeln, Auenstandorte.

Fichte: hängende Zapfen, spitze, rundum stehende Nadeln auf Nadelkissen. Weißtanne: aufrecht stehende Zapfen, stumpfe Nadeln mit zwei weißen Wachsstreifen.

Fichte: stechende Nadeln auf Nadelkissen, Zapfen mit glatten Schuppen. Douglasie: weiche, zitrusartig duftende Nadeln, spitze Knospen und Zapfen mit dreispitzigen Deckschuppen.

Schwarzerle: vorn ausgerandete, jung klebrige Blätter und dunkle, rissige Borke. Grauerle: zugespitzte Blätter mit graufilziger Unterseite und glatte, hellgraue Rinde.

Salweide: breit-ovale Blätter, frische bis ruderale Standorte. Silberweide: schmal-lanzettliche, beidseitig silbrig behaarte Blätter an Auen und Ufern.

Quiz

Baumkunde trainieren

Pro Runde werden 12 zufällige Fragen aus Bestimmungsmerkmalen und typischen Pilzpartnern der Leitbäume gezogen.

Fortschritt

Frage 1 von 12

Punktestand

0

Erkennung

Baumkunde-Quizbild

Bildhinweis

Lade Frage ...